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04.09.2014, 16:45 Uhr | CDU Brandenburg
Hermann Gröhe / Michael Schierack: Wir wollen eine flächendeckende, gut erreichbare gesundheitliche Versorgung auch in Zukunft überall sicherstellen.
Michael Schierack hat heute zusammen mit Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe und dem  Vorstandsvorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg Dr. Hans-Joachim Helming das RegioMed Zentrum in Templin eröffnet. In dem Zentrum werden mit einem geriatrischen Schwerpunkt stationäre und ambulante Strukturen für die Patienten in der Uckermark gebündelt.
Hermann Gröhe und Michael Schierack bei der Eröffnung
Anschließend fand zum Thema „Die Zukunft der gesundheitlichen Versorgung auf dem Land“ eine Podiumsdiskussion im Sana Krankenhaus Templin statt.
 
Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe sagte:
 
„Wir haben eine gute ärztliche Versorgung in Deutschland, aber wir haben auch ein Verteilungsproblem: In Ballungsräumen ist oftmals eine Überversorgung gegeben, während sich die Versorgung in ländlichen Gebieten zum Teil verschlechtert. Wir wollen eine flächendeckende, gut erreichbare Versorgung auch in Zukunft überall sicherstellen. Dazu gehört eine bedarfsgerechte Verteilung von Ärzten zu fördern. Wichtig ist aber auch der Erhalt eines gut erreichbaren Angebots von Krankenhäusern der Grund- und Regelversorgung. Außerdem wollen wir den Einsatz moderne Technologien und eHealth-Anwendungen vorantreiben. Auch das trägt dazu bei, die Versorgung von Patientinnen und Patienten weiter zu verbessern und hilft räumliche Entfernungen zu überwinden."
 
Michael Schierack machte in Templin deutlich:
 
„Wir müssen mehr dafür tun, dass es genug Ärzte, Krankenschwestern und Pflegepersonal in Brandenburg gibt. Ich setze mich seit langem für ein vom Land zentral organisiertes Stipendiensystem für Medizinstudenten ein. Damit sollen junge Studenten eine finanzielle Unterstützung erhalten. Dafür verpflichten sie sich, nach dem Abschluss als Arzt dort zu arbeiten, wo sie im Land am dringendsten gebraucht werden.
 
 Wir wollen eine gute stationäre Versorgung in Brandenburg erhalten. Die Struktur, Betreibung und fachliche Ausrichtung der Einrichtungen müssen sich an die Gegebenheiten der Regionen anpassen. Für die Zunahme von betagten Patienten brauchen wir beispielsweise eine gut funktionierende Geriatrie. Die stärkere Verzahnung der ambulanten und stationären Versorgung bietet viele Möglichkeiten, um die Betreuung der Patienten zu optimieren. Wir brauchen in Brandenburg eine Basishilfe für die Bewältigung schwieriger Alltagssituationen auf dem Land. Diese soll mit den Hilfsdiensten wie dem Deutschen Roten Kreuz entwickelt werden. Der ehrenamtliche Basishelfer könnte so das nötige Bindeglied zwischen dem älteren oder immobilen Patienten und der professionellen Hilfe von Agnes II werden. Ich möchte, dass Brandenburg sich zu einer Vorzeige-Region für eine demografiefeste gute gesundheitliche Versorgung etabliert.“
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