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Steeven Bretz, der Generalsekretär der Brandenburger CDU, äußerte sich heute zum aktuellen Brandenburg-Trend des rbb:  „Umfragen sind Momentaufnahmen mit begrenzter Aussagekraft. Für uns zählt das Ergebnis am Wahltag im kommenden Jahr."

Ingo Senftleben im Gespräch mit der Welt
 WELT: Sie haben auf Landesebene eine Koalition mit der Linken oder der AfD nicht mehr explizit ausgeschlossen – bislang ein Tabu für die Union. Wie groß war der Ärger Ihrer Parteifreunde im Bund über Ihren Schritt?

Ingo Senftleben: Ich kenne keinen Ärger. CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer und ich haben am Mittwoch telefoniert. Wir haben beide deutlich festgestellt, dass das, was ich da gesagt habe, zuallererst eine Brandenburger Frage ist – nämlich die Frage, ob wir in Brandenburg einen echten Politikwechsel erreichen wollen. Die CDU hat erstmals die Chance, stärkste Kraft im Land zu werden. Angesichts der gesamten politischen Lage sollten wir schon jetzt eine Debatte darüber führen, was nach der Wahl eintreten kann.

Herr Senftleben, sind Sie ein mutiger Mann? Immerhin sind Sie der erste CDU-Landeschef, der eine Koalition mit der Linken nicht ausschließt?

Ich würde das nicht mit Mut in Verbindung bringen, sondern mit Realismus und Pragmatismus.